Wesermarathon 2017

Am ersten Sonntag im Mai nahmen in diesem Jahr neun Ruder und Ruderinnen des HRC am Wesermarathon teil. Um acht Uhr in Hann. Münden angekommen, galt es 80 Kilometer zu rudern. Eine Zeitmessung gab es nicht und so versprach es ein schöner, ruhiger und besinnlicher Tag zu werden. Es herrschte gute Stimmung bei den Anwesenden. Im Boot "Edersee" ruderten Theresa, Markus und Gunnar und in der "Weser" Anne, Annette, Berthold, Fritz, Gerrit und Matthias. Den Landdienst teilten sich Fritz und Matthias.

Bei dichtem Nebel und ohne Steg setzten wir, unter der Beobachtung eine Ziegenherde unsere Boote ins Wasser. Hier waren wir gern gesehene Mitstreiter, die ersten netten Worte eines Kanuten waren: „Halt, wartet noch, ihr habt eure Ziege vergessen!“ Theresa, Markus und Gunnar antworteten schmunzelt: „Ja Mist, wir konnten sie leider nicht mehr einfangen“, und so warteten wir noch treibend auf dem Wasser, auf unser zweites Boot. Ein anderer Kanute erfreute sich an den Skulls, die noch regungslos auf dem Wasser lagen, mit den Worten: „Das ich mal ein Ruderboot überhole, dass kommt auch nicht alle Tage vor“ und fuhr grinsend an uns vorbei.

Gemeinsam mit dem zweiten Ruderboot begann nun die Fahrt. Nachdem der Nebel verschwunden war, konnte nun mehr und mehr die schöne Weserlandschaft mit vielen Tieren bestaunt werden. Wälder, Berge und Weser zeigten sich in malerischer Schönheit, aber auch das Wetter war uns wohl gesonnen. Die Sonnencreme kam natürlich auch zum Einsatz. Nach einigen Kilometern fuhren wir an einem pausierenden Ruderboot vorbei, in diesem stellte sich grade eine Ruderin hin und noch beim Aufrichten, sagte ein vorbeifahrender Kanute zu ihr: „Nicht springen! Man kann doch über alles reden!“, grinsend und freudig gestimmt setzten wir unsere Fahrt fort. An jedem Pferd oder Schaf, an dem wir vorbei ruderten, gab es leckere Kochvorschläge.

Durch die Strömung fuhren wir mit lockeren Schlägen zum Teil unter vier Minuten pro Kilometer, auch während der Pausen schafften wir einen Kilometer in unter 10 Minuten.

Nach geruderten 80 Kilometern legten wir alle am Steg des Holzmindener Rudervereins an. Zufrieden und geschafft nahmen wir die Medaillen an uns und machten uns nach dem Verladen der Boote und einem kleinen Imbiss wieder auf den Weg zum Ruder-Club in Hildesheim.

Bericht: Anne Gonschorek und Gunnar Elsner
Fotos: Anne Gonschorek

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