Wanderfahrt auf der Saar

tl_files/upload/Berichte_Fotos_Filme/Bilder_2011/Wanderfahrt Saar/saar_20011_202.jpg100 km in drei Tagen auf drei Flüssen

Wir, Wolfgang Kullik, Fritz Weskott und Martin Stolze waren die Hildesheimer Teilnehmer des Traditionstreffen mit den Überlingern Ruderfreunden. Nach sechstündiger Autofahrt trafen wir um 14.00 Uhr am Standquatier in Dreisbach ein.

Der VahrtenLeiter Werner Rudolph und seine Frau Renate waren bereits vor Ort und bis 18.00 Uhr trafen auch die Friedrichshafener, die Schweizer und der Überlingener Mannschaftsbus ein. Der VL hatte mit dem saarländischen Landesverband ausdrücklich vereinbart, dass uns, auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüfte, Boote zur Verfügung gestellt werden. Wir hatten drei Skull- und einen Riemenvierer. Für mich als Ruderanfänger waren es stabile Holzboote, die anderen fanden etliche Mängel.

Bei der Saar handelt es sich um einen Fluss mit Schleusen, was sich auf die Fließgeschwindigkeit auswirkt. Wir ruderten fast wie auf einem stehenden Gewässer. Es gab Frachtschiffe, Passagierschiffe, Motoryachten, kleinere Sportboote und Flachwasserzonen. Am Himmelfahrtstag fuhren wir flussabwärts durch die Saarschleife und zwei Schleusen nach Saarburg. Wir ließen die Boote am Ruderhaus des Saarburger Rudervereins und fuhren nach einer Burg-/ Stadt-/Café-Besichtigung mit dem Zug nach Besseringen und von dort mit dem Auto zurück nach Dreisbach.

Am Freitag gings mit den Autos nach Saarburg und wir stiegen in die Boote um. Die Fahrt führte bis zur Mündung der Saar in die Mosel und weiter abwärts nach Luxemburg. Auf der Sauer fuhren wir bis zum ersten Wehr und ließen uns dann in Wasserbillig zum Mittagslunch nieder. Von dort ging es wieder stromauf nach Saarburg zurück. Ein Teil der Gruppe ging in den nahe gelegenen Biergarten, der andere Teil besuchte das Outlet-Center in Mettlach. Nach dem Aufsuchen des Aussichtspunktes „Cloef“ über der Saarschleife, fanden sich alle wieder im Quartier ein.

tl_files/upload/Berichte_Fotos_Filme/Bilder_2011/Wanderfahrt Saar/saar_20011_205.jpgDer dritte Tag begann mit einer Zugfahrt bis Saarburg. Die letzten 34 Kilometer der Fahrt lagen vor uns. An den drei Tagen wurden die Boote dreimal ab- und dreimal aufgeschleust. Beim fünften Schleusengang gingen zwei Enterhaken verloren. Wir befanden uns in einer defekten Kleinbootschleuse. Der Schwall war so stark, dass der Steuermann und der Einser das Boot nicht an der Schleusenwand hatten halten können. Von dem Schleusendefekt erfuhr der VL erst, als er den Schleusenwärter auf unseren Verlust hingewiesen hatte. Auf diesen Schreck brauchten wir dann eine längere Pause. Die übriggebliebenen Enterhaken wurden neu aufgeteilt und wir fuhren weiter zur Schleuse bei Mettlach. Nach dieser Schleusung teilte sich die Gruppe. Zwei Bootsbesatzungen eilten der Ziellinie entgegen, die anderen legten noch einmal eine Pause ein, um dann ebenfalls die Fahrt zu beenden.

Die harten Sitze behalte ich in guter Erinnerung, ich war über jeden Landgang froh. Bei der abendlichen Fahrtbesprechung überreichte Werner Rudolph an alle eine Anstecknadel des Förderkreises Wanderrudern e.V., die dieses Jahr zum 100jährigen Jubiläum des Wanderruderns für jede Wanderfahrt von 100 km ausgelobt ist. Die Fahrt war bestens organisiert, und unsererseits darf sich Wolf-Henning an die Vorbereitung der nächstjährigen Fahrt mit den Freunden aus Überlingen machen. Beim gemütlichen Grillabend haben wir Vorschläge ausgetauscht, Berliner Gewässer oder Fortsetzung der Fahrt auf der Mosel.

Martin Stolze 

 

Weitere Bilder von dieser Fahrt sind in der <Galerie> zu finden.

 

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