Am superheißen Wochenende des 26. bis 28. Juni starteten vier Ruderinnen und Ruderer des HRC, DRC und 1. FRC nach Aurich, um wieder die Tiefs unter dem weiten ostfriesischen Himmel zu befahren.
Im zweiten Anlauf wollten wir nun die schon für das vergangene Jahr geplante Tour von Norden über den Störtebeker Kanal nach Greetsiel und dann weiter nach Emden rudern. Aber angesichts der Hitze haben wir dann vor Ort einvernehmlich mit den vier alten Hasen von ARGO als Erstes die Planung komplett umgeschmissen.
Statt mittags zu starten, sind wir wegen der Hitze Freitag erst am späteren Nachmittag nur den Ems-Jade-Kanal nach Osten und zurück gerudert, denn dort spenden hohe Baumreihen den nötigen Schatten. Trotzdem gelang das „Überleben auf dem Wasser“ nur mit moderatem Ruderschlag und reichlich Trinkpausen. Allerdings ließen sich gewisse „Verluste“ durch heftige Attacken von Bremsen und anderen Stechmücken nicht ganz verhindern. Anschließend führte der Weg dann noch vom Club direkt in die „Hafenkiste“, einer stylischen Junge-Leute-Gastronomie im Auricher Hafen.
Samstag ging es nach dem wunderbaren Frühstück im Twardokus so früh wie möglich mit zwei Vierern los, um wenigstens bis zur Mittagshitze so viel Stecke wie möglich zu machen. Wir ruderten die bekannte Route über den Ems-Jade-Kanal zur Schleuse Kukelorum nach Westen zum Großen Meer. Unglücklicherweise wurden wir in der Schleuse wegen einiger Motorboote recht lange aufgehalten. Umtragen wäre schneller gewesen. Das gelang uns dann einige Kilometer später beim Umsetzen zur Westerender Ehe, durch Brennessel und anderes Gestrüpp. Dafür gab es dann auch eine kleine Pause auf dem Deich, unser neuer „Lieblingsplatz“.
Aufziehende Schleierwolken und leichter Wind dämpften die Hitze etwas, sodass alle wohlbehalten zum Großen Meer gelangten und beim Jachthafen anlegen konnten. In weiser Voraussicht auf das nächtlicher Gewitter haben wir dort die Boote Kiel oben an Land gelegt und gesichert.
Für den Abend hatten Rainer und Cornelia ein wunderbares Essen vorbereitet, das uns für alle Mühen entlohnt hat.
Sonntagmorgen war es dann tatsächlich deutlich kühler. Die Strecke führte zurück vom Großen Meer nach Aurich und kam uns nun deutlich kürzer vor. Auch mit der Schleuse ging es dieses Mal sehr flott.
Nach Reinigung der Boote wurde beim traditionellen Tee mit Keksen und Kuchen der Abschluss besprochen. Alles in allem war die Tour auf 62 km reduziert – und dennoch entspannt und herausfordernd zugleich.
Friedrich Weskott und Wilfried Knauer

