18 Ruderer des HRC im Alter von 12 bis 68 trafen sich im bekannten Grünauer Schülerruderhaus, um in den umliegenden Seen und Flüssen für ein verlängertes Wochenende gemeinsam zu rudern.
Am Freitag Nachmittag des 12. Juni waren ein Doppelvierer (4x+) und ein Doppelzweier (2x) über 18 km unterwegs um die Große Krampe, eine lange Einbuchtung von der Dahme, zu erkunden. Trotz Wind waren wir zügig unterwegs und so rechtzeitig wieder im Bootshaus, um die weiteren Ruderer zu empfangen, die erst am Nachmittag in Hildesheim gestartet waren.
Am Abend wurde gemeinsam unter der Anleitung von Dimitri gekocht und gesellig zusammen gesessen. Die jungen Ruderer vergnügten sich auf dem Hof und bis auf den Steg mit waghalsigen Fahrten mit den 3 Bobbycars des Bootshauses. Auch ging es für die Junioren in das angeschlossene Ruderlehrbecken, wo unter fachkundiger Anleitung von Hartmut, Finn und Florian die Rudertechnik verfeinert wurde. Dabei kam auch der Spaß nicht zu kurz.
Gut geschlafen auf Luma oder Matratze und erholt ging es am Samstag mit 3 Doppelvierer (4x+) und einem Doppelzweier (2x+) über die Dahme, dem Gosener Graben, dem Dämeritzsee und dem Flakensee zur Schleusenbrauerei Woltersdorf. In dessen Biergarten wurden der mitgebrachte Proviant verspeist und diverse Getränke aller Art genossen. Für die Junioren und alle Ruderanfänger war die Durchfahrt im engen Gosener Graben das Highlight des Tages. Insbesondere die Ruderjugendlichen hatten sich schon vorher auf die Durchfahrt gefreut. Hier konnten alle Rudermanöver und -befehle ausgiebig in den engen Kurven geübt werden. Für einige eine ganz neue Erfahrung gegenüber der doch zuweilen eintönigen Strecke auf dem Hildesheimer Stichkanal. Auch über die Erkundung der Urwaldlandschaft in diesem Bereich freuten sich alle Teilnehmer. Die Rückfahrt führte über die gleiche Strecke. Das noch gute Wetter trug maßgeblich zum gelungenen Tag bei.
Am Nachmittag waren alle Boote wieder zurück am Bootshaus, auch wenn der Doppelzweier doch etwas mehr kämpfen musste. Am Abend wurde wieder gemeinsam gekocht und in verschiedenen Gruppen Gesellschaftsspiele und Karten gespielt. Die jugendlichen Ruderer kämpften in einer stundenlangen Sitzung bei Monopoly um den Sieg. Um 23 Uhr wurde dann die Bettzeit angesagt.
Der Sonntagmorgen begrüßte uns mit Regenwetter, das sich im Laufe des Vormittag kontinuierlich verschlechterte. Auf der Fahrt über die Dahme zum Müggelsee war Regenkleidung gefordert. Bei der Einfahrt in den Müggelsee schüttete es aus Kübeln. An eine Überfahrt war nicht zu denken und der Rückweg wurde angetreten. Alle Ruderer gaben trotzdem ihr Bestes und das Bootshaus in Grünau war bald wieder erreicht. Zum Mittagessen wurden Reste vom vorhergehenden Tag vertilgt. Auffräumen, Packen und Saubermachen. Dann ging es Richtung Hildesheim.
Mir hat bei dieser Wanderfahrt besonders der generationenübergreifende Zusammenhalt gefallen. Auch imponierte mir das Junioren/Kinderboot: Zusammen mit den beiden Trainern Finn und Flo war dieses Boot immer vorne mit dabei.
Eine derartige Mehrgenerationenfahrt sollten wir unbedingt wiederholen!
Olaf Einsiedler

